"House of One" erhält Spenden über 200.000 Euro
Berlin (epd).

Für das Berliner Drei-Religionen-Projekt „House of One“ sind weitere 200.000 Euro an Spenden zusammengekommen. Die Summe von 202.720,37 Euro aus der jüngsten Spendenkampagne wurde am Dienstag mit einer symbolischen Scheckübergabe überreicht. Das Geld solle je zur Hälfte in die Bildungsarbeit und den Bau des „House of One“ fließen, teilte die Projektleitung mit.

Der Vorsitzende des Stiftungsrats des „House of One“, Andreas Nachama, sprach von einem fantastischen Erfolg. Dies zeige, „dass vielen Menschen das friedliche Miteinander der verschiedenen Religionen und der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sehr am Herzen“ liege.

Reduzierte Kosten

Konkret waren während der dreimonatigen Spendenaktion von Februar bis April knapp 115.000 Euro eingesammelt worden. Knapp 88.000 Euro davon wurden durch die Stiftungen Bethe und HeLe Avus verdoppelt, sodass sich eine Gesamtsumme von knapp 203.000 Euro ergibt.

Unter dem Dach des geplanten „House of One“ sollen am Standort der früheren Petrikirche in Berlin-Mitte künftig eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee Platz finden. Ziel des Projekts ist die friedliche Verständigung zwischen den Religionen.

Zum fünften Jahrestag der Grundsteinlegung informierte die Stiftung am Dienstag am Bauplatz über den Stand des Projekts. Mit überarbeiteten Plänen sollen die anfangs geplanten Kosten von 40 Millionen Euro gehalten werden.

Das Stifterehepaar Roswitha und Erich Bethe sprach von einem „einzigartigen Projekt“. Anne Altenhövel von der HeLe Avus-Stiftung erklärte, sie hoffe, dass das „House of One“ ein sichtbarer Teil Berlins werde.