Gaststättenverband stellt sich gegen Rassismus
Berlin (epd).

Der Berliner Hotel- und Gastronomieverband (Dehoga Berlin) hat sich nach einem mutmaßlich rassistischen Vorfall in einem Berliner Café gegen jegliche Form von Diskriminierung in der Branche ausgesprochen. „Wir stehen für Vielfalt und verurteilen jede Form von rassistischen Übergriffen, sei es gegenüber Gästen oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Gerrit Buchhorn am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Mit seinen Gaststätten und Hotels stehe Berlin für Weltoffenheit. „Alles andere macht gar keinen Sinn“, sagte Buchhorn weiter. Dabei verwies er auch die verbandseigenen „Visionen und Werte“. Unter anderem bezeichnet sich die Branche als „wertschätzend und divers“, „gastfreundlich und offen“. Buchhorn verwies auch auf die Zusammenarbeit etwa mit der Gasthausmission und der Initiative „Berlin gegen Antisemitismus“. Die Gasthausmission in Berlin versteht sich als Netzwerk für Christinnen und Christen im Hotel- und Gastgewerbe.

Rassistischer Vorfall in Berliner Café

Hintergrund ist ein Vorfall, den eine Café-Betreiberin im Berliner Gleisdreieckpark auf Instagram öffentlich gemacht hatte. Demnach habe sie einem Kunden, der sich als AfD-Anhänger zu erkennen gab und eine andere Kundin rassistisch beleidigte, den Service verweigert und ihn aus dem Lokal gebeten.