Die neue Aufarbeitungsbeauftragte Linda Teuteberg
Potsdam (epd).

Die FDP-Politikerin und Juristin Linda Teuteberg wird Brandenburgs neue Beauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur. Die 45-Jährige folgt in dem Amt auf die DDR-Bürgerrechtlerinnen Ulrike Poppe und Maria Nooke. Damit wird dort erstmals ein Generationenwechsel vollzogen. Das Amt der Aufarbeitungsbeauftragten gibt es in Brandenburg seit 2010.

Linda Teuteberg wurde am 22. April 1981 in Königs Wusterhausen geboren, ist bei Storkow aufgewachsen und hat das Abitur am katholischen Gymnasium Bernhardinum in Fürstenwalde abgelegt. Seit dem Jahr 2000 lebt sie in Potsdam, dort hat sie auch ihr Jura-Studium absolviert.

Liberale Politik

Die Rechtsanwältin engagiert sich nach eigenen Angaben seit 1998 für liberale Politik und gehört seit 2011 dem FDP-Bundesvorstand an. Von 2009 bis 2014 war sie FDP-Landtagsabgeordnete in Brandenburg, von 2019 bis 2021 Landesvorsitzende, von 2017 bis 2025 Bundestagsabgeordnete der Partei. 2019 und 2020 war sie Generalsekretärin der FDP auf Bundesebene, Ende Mai 2026 wurde sie zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt.

Für „antitotalitären Konsens“

In Brandenburg war Linda Teuteberg auch Mitglied der 2010 eingesetzten DDR-Enquete-Kommission des Landtags, die sich bis 2014 mit der Aufarbeitung und Bewältigung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur befasst hat. Die Erinnerungskultur des Landes und die „Auseinandersetzung mit beiden deutschen Diktaturen für einen gesamtdeutschen antitotalitären Konsens“ lägen ihr besonders am Herzen, sagt sie über sich.

Linda Teuteberg gehört seit 2021 für die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Gegen Vergessen Für Demokratie“, der sich als überparteiliches Netzwerk für eine demokratische Gesellschaft und gegen Extremismus versteht.