Chemnitzer Friedenstag findet zum 25. Mal statt
Chemnitz (epd).

Der Chemnitzer Friedenstag am 5. März wirbt für ein respektvolles Miteinander. Unter dem Motto „Friedenstüchtig bleiben“ seien zahlreiche Veranstaltungen geplant, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Die Aktionen richteten sich gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Stadt wolle ein Zeichen für Zusammenhalt und Demokratie setzen. Es ist bereits der 25. Chemnitzer Friedenstag. Anlass ist die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg.

Der Tag beginnt mit einer Kranzniederlegung auf dem Städtischen Friedhof, bei der den Opfern von Kriegen gedacht werden soll. Auf den Chemnitzer Neumarkt wird anschließend zu einem zentralen Programm eingeladen. Im Chemnitzer Rathaus sind Zeitzeugenfilme zu sehen. Veranstalterinnen sind die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag und die Stadtverwaltung gemeinsam mit Initiativen, Vereinen, Kirchen und Bildungseinrichtungen.

Friedenswege zum Neumarkt

Am Nachmittag starten mehrere Friedenswege in die Innenstadt. Beteiligt sind unter anderem Kirchgemeinden, die jüdische Gemeinde und soziale Einrichtungen. Nach einer zentralen Veranstaltung auf dem Neumarkt wird zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Stadtkirche St. Jakobi eingeladen.

Chemnitz erinnert jedes Jahr am 5. März an die Bombardierung und Zerstörung der Stadt 1945. Bei Luftangriffen der Alliierten kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges kamen zwischen dem 6. Februar und dem 11. April 1945 rund 4.000 Menschen ums Leben. Rund 80 Prozent der Innenstadt wurden zerstört.