Berliner Schulen sollen besser auf Gewalt und Extremismus reagieren
Berlin (epd).

Die Berliner Bildungsverwaltung hat Konsequenzen aus dem Attentat auf den Berliner Christopher Street Day vom 25. Juli angekündigt. Alle am Schulleben Beteiligten würden für Gewalt und Extremismus sensibilisiert, sagte ein Sprecher der Senatsbildungsverwaltung dem Evangelischen Pressedienst (epd). Auf der Grundlage des im Juni vorgestellten Berliner Konflikt- und Gewaltbarometers würden nun Maßnahmen für mehr Sicherheit, Respekt und Zusammenhalt an den Schulen entwickelt.

Zum neuen Schuljahr erhalten demnach Lehrkräfte der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer einen neuen Fachbrief. Ein Kapitel werde sich dem Umgang mit unterschiedlichen Meinungen widmen. Es gehe darum, klare Regeln zu schaffen und die Auseinandersetzung mit Kontroversität und politischen Positionen sowie mit Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen zu schärfen.

Prävention, Intervention, Repression

Weiter verwies die Senatsbildungsverwaltung auf zahlreiche bestehende Projekte zur Extremismusprävention mit außerschulischen Partnern. Schulen und Lehrkräften stünden zudem Fortbildungen, Aufklärungsveranstaltungen sowie Handreichungen zur Verfügung.

Bei dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin am 25. Juli war ein 21-Jähriger mit einem Kastenwagen in eine Menschenmenge gefahren. Anschließend war er mit einer Stichwaffe auf Passanten losgegangen. Eine 65-jährige Polin wurde getötet, 31 Menschen wurden teils schwer verletzt. Der in Berlin aufgewachsene Mann wurde rund einen Tag nach dem Anschlag bei einem Polizeieinsatz erschossen.