Ab Dienstag (6. Oktober) treffen sich Vertreterinnen und Vertreter des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Augsburg. Zu der viertägigen Konferenz würden knapp 80 Gäste aus mehr als 40 europäischen LWB-Mitgliedskirchen erwartet, sagte Pfarrer Hanns Hoerschelmann dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es gehe unter anderem um die Vorbereitung auf die Feierlichkeiten zu 500 Jahre „Confessio Augustana“ 2030, sagte Hoerschelmann, einer der landeskirchlichen Beauftragten für die 500-Jahr-Feier. Die LWB-Vollversammlung findet 2030 in Augsburg statt.
Den Auftakt macht ein Eröffnungsgottesdienst in St. Anna am Dienstag um 17 Uhr. Die Predigt hält Landesbischof Christian Kopp, beteiligt sind auch der Augsburger katholische Bischof Bertram Meier, LWB-Präsident Bischof Henrik Stubkjær (Dänemark) und LWB-Vizepräsidentin, Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt (Nordkirche). Dies unterstreiche die ökumenische Ausrichtung der Jubiläumsvorbereitung, sagte Hoerschelmann.
Empfang im Goldenen Saal
Am Mittwoch gebe es eine Podiumsdiskussion mit der bayerischen Synodenpräsidentin Tanja Keller, dem Regionalbischof für Schwaben-Altbayern, Thomas Prieto Peral, und dem Jugendsynodalen Benedikt Kalenberg. Thema seien Herausforderungen und Visionen der Landeskirche angesichts sinkender Kirchensteuereinnahmen und weniger Personal. Außerdem gebe es Stadtführungen und einen Empfang der Stadt mit Oberbürgermeister Florian Freund (SPD) im Goldenen Rathaus-Saal am Donnerstag.
Die „Confessio Augustana“ („Augsburger Bekenntnis“) markiert einen Meilenstein der Reformationsgeschichte: 1530 wurde sie auf dem Augsburger Reichstag an Kaiser Karl V. übergeben. Das Dokument war Grundlage für die damaligen Religionsgespräche und den Augsburger Religionsfrieden von 1555, der das friedliche Miteinander von lutherischen und katholischen Christinnen und Christen rechtlich absicherte. Noch heute ist die „Confessio Augustana“ das grundlegende Bekenntnis der lutherischen Kirchen weltweit.