Das Alfred-Wegener-Institut hat einen „Atlas der Klimaextreme“ veröffentlicht. Für die Publikation seien frei zugängliche Daten des Deutschen Wetterdienstes ausgewertet worden, teilte das Institut mit Sitz in Bremerhaven am Donnerstag mit. Der Atlas zeige die Klimaentwicklung in Deutschland und den Bundesländern. Ziel sei es, regionale Folgen des Klimawandels verständlich darzustellen und als Grundlage für politische Entscheidungen nutzbar zu machen.
Der Atlas umfasst den Angaben zufolge mehr als 2.000 Karten sowie zahlreiche Grafiken und Tabellen zu Temperatur, Niederschlag, Wasserbilanz und Extremwetterereignissen. Analysiert werden Entwicklungen von 1881 bis 2024 sowie regionale Unterschiede zwischen den Bundesländern.
Regionale Unterschiede werden sichtbar
Laut der Klimawissenschaftlerin und Meteorologin Monica Ionita haben sich Wetter und Klima in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert, allerdings nicht überall gleichermaßen. Deshalb sei ein Blick auf regionale Entwicklungen notwendig. Der Atlas zeige Temperaturtrends, Niederschlagsmuster und die Häufigkeit extremer Wetterereignisse bis auf die Ebene der Bundesländer.
Bremens Umweltsenatorin Henrike Müller (Grüne) sagte: „Die Fakten sind eindeutig und lassen sich nicht schönreden.“ Der Atlas sei eine wichtige Grundlage für Entscheidungen vor Ort. „Obwohl Klima natürlich ein globales Thema ist, können wir vor Ort viel tun. Mehr Bäume, mehr Grünflächen und bessere Regenwasserspeicherung helfen, unsere Städte lebenswerter zu machen und die Folgen abzumildern - ganz konkret hier vor der eigenen Haustür“, unterstrich die Senatorin.
Der „Atlas der Klimaextreme“ kann beim Helmholtz-Forschungsverbund „REKLIM“ kostenlos bestellt werden und ist auch online abrufbar. Karten und Grafiken stehen außerdem online unter www.reklim.de/atlas-klimaextreme zur Verfügung.