Museum zeigt brisante Liebesbriefe von Sophie Dorothea
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Museum zeigt brisante Liebesbriefe von Sophie Dorothea
Celle (epd).

Das Celler Residenzmuseum präsentiert ab 13. November den politisch brisanten Briefwechsel zwischen der Celler Prinzessin Sophie Dorothea (1666-1726) und ihrem heimlichen Geliebten Philipp Christoph Graf von Königsmarck. Die Sonderausstellung „Codes of Love“ im Celler Schloss widmet sich dem Liebesverhältnis und dem Leben der Prinzessin, die beinahe englische Königin geworden wäre, wie das Museum am Dienstag mitteilte. Anlass ist Sophie Dorotheas 300. Todestag am 13. November.

Die 300 erhaltenen Briefe seien ein einzigartiges Zeugnis des Gefühlslebens zweier Menschen des Barock und zugleich Spiegel der Lebensumstände am hannoverschen Hof, hieß es. Sophie Dorothea hatte gegen ihren Wunsch ihren Cousin, den späteren hannoverschen Kurfürsten und britischen König Georg I., geheiratet. Ihr heimliches Verhältnis mit dem Grafen Königsmarck endete mit dessen Ermordung und ihrer Verbannung nach Ahlden. In der britischen Geschichtsschreibung wird sie auch die „Uncrowned Queen“ genannt.

Grußwort von Erbprinz Ernst August

Die Ausstellung wird am 13. November um 11.30 Uhr in der Stadtkirche St. Marien eröffnet, dem Ort der Grablege Sophie Dorotheas. Ernst August von Hannover, das Oberhaupt des ehemals königlichen Hauses Hannover, wird ein Grußwort sprechen. Kirchenmusikdirektor Kai Schöneweiß wird das Programm mit Variationen über die „Folies d’Espagne“ umrahmen. Das musikalische Thema spielte eine bedeutende Rolle im Königsmarck-Briefwechsel. Im Anschluss erwartet die Gäste im Schloss ein Empfang.

Am Eröffnungswochenende werden überdies diverse thematische Führungen angeboten. Parallel zur Ausstellung veröffentlicht der Göttinger Wallstein-Verlag erstmals vollständig den erhaltenen Briefwechsel. Die Schau endet am 12. September 2027.

Copyright: epd-bild/Matthias Schumann