Auswandererhaus und Klimahaus planen Doppelausstellung
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Bremerhavener "Klimahaus"
Bremerhaven (epd).

Das Deutsche Auswandererhaus und das Klimahaus Bremerhaven widmen sich ab dem 1. Mai 2027 in einer gemeinsamen Doppelausstellung dem Zusammenspiel von Umwelt, Klimawandel und Migration. Die Schauen werden in Kooperation mit dem Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), entwickelt, wie die beiden Museen am Mittwoch in Bremerhaven mitteilten.

Das Auswandererhaus blickt den Angaben zufolge unter dem Titel „Change. Wer verändert wen?“ auf das Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Die Schau ziehe Verbindungen von der Serengeti über die Arktis und den brasilianischen Regenwald bis an die Nordseeküste. Dabei gehe es Fragen wie diese: Wie wirkt sich die europäische Naturschutzidee auf die Rechte von Serengeti-Bewohnern aus? Wie kann das traditionelle Wissen der Sami mit der universitären Wissenschaft in der Arktis zusammen gedacht werden? Wie haben europäische Einwanderer den Regenwald verändert?

Klimawandel als Ursache für Migration

Das benachbarte Klimahaus zeigt parallel dazu die Ausstellung „Gehen oder bleiben? Die Ausstellung zur Klimamigration“. Sie gehe der Frage nach, wie Klimaveränderungen weltweite Flucht und Wanderungsbewegungen auslösen, hieß es. Steigende Temperaturen, schmelzende Gletscher und der Anstieg des Meeresspiegels gefährdeten menschliche Grundbedürfnisse wie Nahrung, Gesundheit und den Zugang zu Wasser. Oft fehle Betroffenen die Möglichkeit, selbstbestimmt über ein Verbleiben oder Fortgehen zu entscheiden.

Beide Ausstellungen sind Teil der 200-Jahrfeier der Seestadt Bremerhaven im kommenden Jahr, die durch eine lange Migrations- und Umweltgeschichte geprägt ist. Die Stadt an der Nordseeküste war einst der größte europäische Auswanderungshafen auf dem Kontinent.