Versorgung: Hessen im Kommunen-Vergleich auf vorderen Plätzen
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In ländlichen Regionen ist die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr oft schwierig (Themenbild)

Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote? Das IW-Institut hat die deutschen Gemeinden und Städte verglichen. Das Ranking führt Haar bei München an. Hessen belegt die Plätze zwei bis vier.

Köln, Frankfurt a.M., Offenbach a.M. (epd). Das 23.000-Einwohner-Städtchen Haar am Rande Münchens ist einer aktuellen Studie zufolge die am besten versorgte Gemeinde in Deutschland. 2.164 der 10.817 Kommunen bundesweit erhielten in dem am 25. Mai in Köln veröffentlichten Gemeindevergleich des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zwar die Einstufung „sehr gut“, doch lag Haar in vier von fünf Kategorien mit im oberen Punktebereich. Die bayerische Stadt überzeugte beim Öffentlichen Nahverkehr sowie der Dichte an Praxen, Schulen und Freizeitangeboten. Nur beim schnellen Internet hat Haar laut der Studie im Auftrag des Unternehmens Philip Morris noch Nachholbedarf.

Auf den Plätzen zwei bis vier liegen die hessischen Städte Offenbach, Frankfurt und Eschborn. Die Bundeshauptstadt Berlin erreicht den sechsten Rang. Jenseits der Metropolen schnitten einige Mittel- oder Kleinstädte überraschend gut ab: Memmingen im Allgäu kommt demnach deutschlandweit auf Platz fünf, Friedrichroda im Thüringer Wald auf den zehnten Platz. Umgekehrt enttäuschten einige Großstädte: Würzburg landete nur auf Rang 1.705, Oldenburg auf 1.462. Schlusslicht des Rankings ist Hirschthal in der Südwestpfalz.

Jede zweite Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern „schlecht versorgt“

Im Vergleich der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen vorn: Mehr als jede zweite NRW-Gemeinde fällt in die Kategorie „sehr gut“ versorgt, insgesamt 86 Prozent in eine der beiden ersten Top-Kategorien („sehr gut“ und „gut“). Am anderen Ende steht Mecklenburg-Vorpommern, wie es hieß. Dort gilt mehr als jede zweite Gemeinde als „sehr schlecht“ versorgt. Ostdeutsche Städte schnitten demgegenüber allerdings besonders gut ab. 30 Prozent von ihnen sind demnach „sehr gut“ versorgt, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent.

Für die Untersuchung wurden die Gemeinden in Deutschland in fünf Kategorien unter die Lupe genommen: Das IW verglich etwa die Mobilfunkabdeckung, Anbindung an den Regionalverkehr, die Erreichbarkeit von Klinken und Pflegeeinrichtungen, die Anzahl von Kitas, Schulen sowie von Schwimmbädern oder Theatern. Wie eine zusätzliche, repräsentative Umfrage unter mehr als 5.000 Personen im Sommer 2025 ergab, bewertet mehr als jede und jeder Zweite in Deutschland (53 Prozent) die Infrastruktur vor Ort als positiv, nur ein Viertel ist unzufrieden.

Institut der Deutschen Wirtschaft: https://s.epd.de/3rms

Pressemitteilung: https://s.epd.de/3uq6