Das Museum Gunzenhauser in Chemnitz widmet den Verbindungen von Essen, Care-Arbeit und Geschlechterrollen von Samstag an eine Ausstellung. Gezeigt werden Kunstwerke vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart, teilten die Kunstsammlungen Chemnitz am Dienstag mit. Im Mittelpunkt steht die Frage, „wie eng Nahrung, gesellschaftliche Erwartungen und weiblich gelesene Körper miteinander verknüpft sind“.
Die Ausstellung unter dem Titel „Mahlzeit! Serving Gender“ betrachtet die Themen aus feministischer Perspektive. Veranschaulicht werden Ambivalenzen zwischen Essen und der sozialen Rolle von Frauen. Weltweit würden Frauen seit Jahrhunderten die Hauptlast der oftmals unsichtbaren, unbezahlten Care-Arbeit rund um Nahrung tragen, hieß es.
Gesellschaftliche Machtstrukturen
„Serving Gender“ rückt Frauen als zentrale Ernährerinnen der Gesellschaft in den Mittelpunkt und untersucht, wie eng Essen mit gesellschaftlichen Machtstrukturen, kulturellen Normen und Rollenzuschreibungen verbunden sei. Bis zum 1. November sind Werke aus den Kunstsammlungen Chemnitz zu sehen sowie internationale zeitgenössische Arbeiten der Malerei, Fotografie, Textilkunst und Videokunst.
Die Ausstellung ist Teil eines Projekts des Museums Gunzenhauser zum Thema Essen in der Kunst. Ein erster Teil war im März mit dem Titel „Mahlzeit! Feinkunsthalle“ eröffnet worden. Im Mittelpunkt stehen künstlerische Darstellungen von Nahrungsmitteln. Ein dritter Teil „Mahlzeit! Zu Tisch“ wird sich vom 27. November bis 4. April 2027 den sozialen und kulturellen Aspekten des Essens widmen.