Am vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine ist am Dienstag in Berlin mit mehreren Veranstaltungen an die Opfer erinnert worden. An einer Demonstration am Abend vom Berliner Lustgarten zum Brandenburger Tor beteiligten sich mehrere Tausend Menschen.
Die Solidaritätsdemonstration für die Ukraine stand unter dem Motto „Für Europas Zukunft“. Aufgerufen hatte dazu der ukrainisch-deutsche Verein Vitsche. Das Brandenburger Tor wurde am Abend in den Farben der Ukraine in gelb und blau angestrahlt. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hüllten sich in die Nationalflagge und riefen immer wieder „Slava Ukraini“, auf Deutsch „Ruhm der Ukraine“. Vor der russischen Botschaft, die an der Demonstrationsroute lag, standen zahlreiche Polizisten.
Friedensgebete und stiller Trauerweg
Weitere Veranstaltungen am Dienstag waren unter anderem Friedensgebete in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt und in der St. Marienkirche. Unter den Teilnehmern der Andacht in der Französischen Friedrichstadtkirche waren unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Außenminister Johann Wadephul (CDU) und der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev.
Neben einem „stillen Trauerweg“ für die Opfer des Krieges von der ukrainischen zur russischen Botschaft war auch eine Solidaritätsdemonstration unter dem Motto „Nein zum russischen Imperialismus!“ vom Russischen Haus in der Friedrichstraße zum Lustgarten geplant. Das von der russischen Behörde Rossotrudnitschestwo betriebene Gebäude für Wissenschaft und Kultur gilt als Propagandazentrale Russlands.