Niedersachsen will Inklusion weiter vorantreiben
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Niedersachsen will Inklusion weiter vorantreiben
Hannover (epd).

Niedersachsen will die Inklusion von Menschen mit einer Behinderung weiter voranbringen. Unter anderem hat das Land die Barrierefreiheit für 63 Hausarzt-Praxen gefördert, wie das Sozialministerium am Montag in Hannover mitteilte. So wurden dort etwa Rampen und Treppenlifte, höhenverstellbare Untersuchungsliegen, automatische Türen und barrierefreie Toiletten angeschafft sowie behindertengerechte Parkplätze eingerichtet.

Gemeinnützige Einrichtungen des Privatrechts können zudem generell einen Zuschuss von 7.500 Euro für die Ausstattung barrierefreier Toiletten beim Landesamt für Soziales, Jugend und Familie beantragen. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge Teil des Aktionsplans Inklusion 2024 bis 2027. Von den insgesamt 97 Maßnahmen werde aktuell etwa die Hälfte umgesetzt, heißt es in einer Zwischenbilanz. Ein Viertel sei bereits umgesetzt. Ein weiteres Viertel stehe noch aus.

Von Mobilität bis zur Digitalisierung

Der Plan unter dem Motto „Teil Sein“ bündelt dem Ministerium zufolge Projekte aus allen Lebensbereichen - von der Mobilität über die Bildung bis hin zur Digitalisierung. „Dass bereits ein Viertel unserer Aufgaben erreicht ist, zeigt, wie ernst wir den Weg hin zu einer barrierefreien Gesellschaft nehmen“, sagte Sozialminister Andreas Philippi (SPD): „Unser Ziel bleibt es, bis 2027 spürbare Verbesserungen für alle Menschen in Niedersachsen zu schaffen.“

Dem Plan entsprechend wurden Mitarbeitende in den Pressestellen der obersten Landesbehörden zur Barrierefreiheit in den sozialen Medien geschult und für die Belange von Menschen mit Behinderungen sensibilisiert. Zudem stellt das Land mehr Mittel für das ehrenamtliche Engagement von Menschen mit Behinderungen bereit. Wichtig sei, nicht nur Pläne zu schmieden, sondern auch ihre Umsetzung zu überprüfen, sagte die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote.