Brandenburgs Dorfkirche des Monats Juli steht in Petersdorf bei Frankfurt an der Oder. Das aus dem 13. Jahrhundert stammende und im späten 19. Jahrhundert erweiterte Bauwerk müsse weiter saniert werden, teilte der Förderkreis Alte Kirchen am Dienstag in Berlin mit.
Seit der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg habe die Kirche keinen Turm mehr, sondern einen freistehenden hölzernen Glockenstuhl mit Glocken aus dem 14. und 15. Jahrhundert, hieß es. Auch dieser sei baufällig, die Glocken seien stillgelegt. Der Glockenstuhl habe bei den Sanierungsplänen Priorität.
Ort ist „Kulturcluster“
Einige Sanierungsmaßnahmen seien bereits abgeschlossen, hieß es. Auch ein großes Abendmahlbild über dem Altar aus dem 17. Jahrhundert sei bereits restauriert worden. Bei Teilen des Daches und am Ostgiebel stünden Sanierungen jedoch noch aus.
In der Kirche werden den Angaben zufolge alle vier bis sechs Wochen Gottesdienste gefeiert. Mit einer Galerie mit wechselnden Kunstausstellungen und einer ständigen Ausstellung unter anderem mit Werken von Fritz Cremer (1906-1993) sowie einem Baukeramik-Werksverkauf habe sich Petersdorf inzwischen zu einem „Kulturcluster“ entwickelt.