Artikel zum Thema: Atomkraft
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Landesdienst Niedersachsen-BremenAsse: Betreiber legt Grobkonzept für vorzeitige Räumung vor

Im maroden Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel könnte eine Kammer mit radioaktiven Abfällen vorzeitig geräumt werden. Für die Bergung der Fässer aus der Einlagerungskammer 7 auf der 725-Meter-Ebene gebe es jetzt ein Grobkonzept, sagte am Montag die Geschäftsführerin der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Ursula Heinen-Esser: "Es ist das erste Mal, dass wir konkrete Planungen in Richtung Rückholung vorlegen können." Die vorgezogene Räumung dieser Kammer sei eine gute Vorbereitung für die Rückholung der Abfälle aus den darunterliegenden Hohlräumen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenAtomkraftgegner fordern Aus für Uranfabriken in Gronau und Lingen

Atomkraftgegner fordern Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf, die Urananreicherungsanlage in Gronau (Nordrhein-Westfalen) und die Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) schnellstmöglich stillzulegen. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass die hiesigen Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen zu Recht stillgelegt werden, die Risikoreaktoren im benachbarten Ausland jedoch aus Gronau und Lingen mit Uranbrennstoff weiterbeliefert werden", sagte Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) in Bonn am Montag.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBetreiber: Bau eines neuen Asse-Schachtes dauert noch Jahre

Der Bau eines neuen Schachtes im Atommülllager Asse wird sich nach Betreiber-Angaben über Jahre hinziehen. Für die Bauzeit seien etwa sieben Jahre zu veranschlagen, sagte die Sprecherin der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Monika Hotopp, am Montag dem Evangelischen Pressedienst.

Der künftige Schacht Asse V ist eine Voraussetzung für die Bergung der radioaktiven Abfälle aus dem maroden Bergwerk. Bislang werden Personen und Material über den Schacht II in die Tiefe oder an die Erdoberfläche transportiert. Außerdem gibt es noch einen kleinen Schacht für Notfälle.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBohrung in der Asse wegen erhöhter Radioaktivität abgebrochen

Im Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel ist eine unterirdische Bohrung wegen erhöhter Radioaktivitätswerte abgebrochen worden. "Die Mitarbeiter im Kontrollbereich haben radiologische Schutzmaßnahmen ergriffen, das Bohrgestänge wurde ausgebaut und die Bohrung verschlossen", sagte am Donnerstag eine Sprecherin der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE). Eine Gefährdung von Beschäftigten oder der Umwelt habe aber "zu keinem Zeitpunkt" bestanden. Die BGE betreibt das marode Bergwerk, in dem rund 126.000 Fässer mit schwach und mittelradioaktiven Abfällen lagern.

Landesdienst Niedersachsen-BremenBund übernimmt von Atomwirtschaft Verantwortung für Zwischenlager

Die Neuordnung der behördlichen Zuständigkeiten für die Atommüllentsorgung in Deutschland ist abgeschlossen. Der Betrieb der nuklearen Zwischenlager geht von der Atomwirtschaft auf den Bund über, teilte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Montag mit. Die Aufgabe werde von der zu diesem Zwecke gegründeten Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) übernommen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenDGB fordert besseren Arbeitsschutz beim Rückbau von Atomkraftwerken

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Niedersachsen fordert eine nachhaltige Entsorgung der beim Rückbau von Atomkraftwerken anfallenden Reststoffe. Auch beim AKW-Rückbau spiele das Recycling von Abfallstoffen mittlerweile eine große Rolle, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Gefahren für Beschäftigte auf Deponien und in Verwertungsbetrieben, aber auch für Umwelt und Bevölkerung müssten daher neu bewertet werden.

Landesdienst Niedersachsen-BremenEndlager Schacht Konrad wird 600 Millionen Euro teurer

Der Bau des Atommüllendlagers Schacht Konrad in Salzgitter wird voraussichtlich 600.000 Millionen Euro teurer als zuletzt kalkuliert. Aktuell werden die Kosten auf 4,2 Milliarden geschätzt, wie die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Donnerstag dem epd sagte. Eine Sprecherin bestätigte damit einen Bericht der "Braunschweiger Zeitung" (Donnerstag).

Landesdienst Niedersachsen-BremenHeinen-Esser wird Geschäftsführerin von Endlagergesellschaft

Die CDU-Politikerin Ursula Heinen-Esser ist neue Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE) mit Sitz in Peine. Der Aufsichtsrat hat sie mit Wirkung zum Montag ernannt, wie das Bundesumweltministerium mitteilte. Die 51-Jährige übernehme die Aufgabe zusätzlich zu ihrem Amt als Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE). Bis zum Ende des Jahres sollen die DBE und die Asse-GmbH mit der BGE verschmelzen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenHendricks will Veränderungssperre für Gorleben nicht verlängern

Kurz vor der parlamentarischen Beratung des überarbeiteten Endlagersuchgesetzes hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ein Auslaufen der umstrittenen Veränderungssperre für den Salzstock Gorleben angekündigt. Die Verordnung werde entgegen ursprünglichen Plänen nicht über den 31. März hinaus verlängert, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks dem "Tagesspiegel" (Montag). Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) begrüßte die Ankündigung seiner Amtskollegin.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKirchen laden zur "Asse-Andacht" ein

Evangelische und katholische Kirchengemeinden sowie andere kirchliche Gruppen laden für diesen Sonntag (17. Juni) zur 41. Andacht am Atommüll-Lager Asse bei Wolfenbüttel ein. Obwohl seit vielen Jahren feststehe, dass der Müll aus der Asse geborgen werden solle, stockten die Planungen zur Rückholung an vielen Stellen, heißt es in der Ankündigung. Bei dem Treffen vor den Toren des Atommülllagers könnten die Teilnehmer ihre Anliegen und Sorgen rund um die Asse in Liedern und Gebeten zum Ausdruck bringen.

Landesdienst Niedersachsen-BremenKrach in der Asse-Begleitgruppe

Der politische Begleitprozess zur Schließung des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel ist ins Stocken geraten. Bürgerinitiativen befürchten, dass Vorschläge von Verwaltungschefs aus der Region den Prozess schwächen könnten. Die vier Hauptverwaltungsbeamten in der Asse 2-Begleitgruppe wollten den gemeinsamen Runden Tisch in diesem Gremium abschaffen, kritisierte der Asse-II-Koordinationskreis am Montag in Wolfenbüttel. Die Wolfenbütteler Landrätin Christiana Steinbrügge (SPD) warf diesem Kreis ihrerseits Vertrauensbruch vor.

Landesdienst Niedersachsen-BremenMinisterium: Hitze ohne Folgen für Sicherheit in Castorhalle

Die anhaltende Hitze hat nach Angaben des Niedersächsischen Umweltministeriums keinen Einfluss auf die sichere Lagerung von Castorbehältern im Atommüllzwischenlager Gorleben. Die Wärme der an der Oberfläche rund 60 Grad heißen Behälter werde auch bei hohen Außentemperaturen stets abgeführt, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag dem Evangelischen Pressedienst. So komme es zu keiner unzulässigen Erwärmung des Bauwerks.

Landesdienst Niedersachsen-BremenSalzwasser aus der Asse kann künftig bei Hannover entsorgt werden

Das in das Atommülllager Asse laufende Salzwasser kann künftig auch in einem stillgelegten Bergwerk bei Sehnde in der Nähe von Hannover entsorgt werden. Ein jetzt geschlossener Vertrag mit dem Besitzer dieser Grube gelte je nach Bedarf und Kapazitäten für einen Teil der Salzlauge, teilte die Asse-GmbH am Donnerstag mit. Konkrete Anlieferungen seien derzeit aber noch nicht geplant.

Landesdienst Niedersachsen-BremenTöpfer: "Wir wollen ein Verfahren, das die Menschen mitnimmt"

Die Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Abfall ist neu gestartet worden. Bis zum Jahr 2031 soll laut Gesetz ein Standort gefunden sein. Das Suchverfahren soll wissenschaftsbasiert und transparent verlaufen, die Bevölkerung frühzeitig einbezogen werden. Ein "Nationales Begleitgremium" will darüber wachen, dass das Versprechen nach Einbindung der Öffentlichkeit auch eingehalten wird, sagte der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Göttingen. Der 80-jährige ist einer von zwei Vorsitzenden dieses Gremiums.

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltschützer: Bund will weitere Atomanlage bauen

Umweltschützer in Salzgitter befürchten den Bau einer weiteren Atomanlage. Der Entwurf für den Koalitionsvertrag von Union und SPD sehe als Voraussetzung für einen zügigen Betrieb des Endlagers Schacht Konrad die Errichtung eines sogenannten Bereitstellungslagers vor, teilte die atomkraftkritische Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad am Dienstag mit. Die Planungen dafür sollten "unverzüglich beginnen".

Landesdienst Niedersachsen-BremenUmweltschützer: Neuer Asse-Betreiber muss Rückholung planen

Umweltschützer fordern vom neuen Betreiber des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel eine detaillierte Planung für die Bergung der radioaktiven Abfälle. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) müsse zudem alle Arbeiten im Bergwerk in ihren Auswirkungen auf die Rückholung der Fässer abwägen und dokumentieren, erklärte am Donnerstag der Asse-II-Koordinationskreis.

Landesdienst Niedersachsen-BremenVerfahren zum Schutz von Endlagerstandorten verlaufen ohne Probleme

Die Prüfverfahren zum Schutz möglicher Endlagerstandorte verlaufen nach Angaben des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) reibungslos. Bislang seien rund 100 Prüfanträge eingegangen, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Dabei sei noch kein Fall aufgetreten, in dem das BfE mit Blick auf mögliche Auswirkungen auf die Endlagersuche sein Einvernehmen zu Bohr- oder Bauvorhaben versagt habe. Die Bearbeitung der Anträge dauere in der Regel nur wenige Tage.