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Trotz Sicherheitsvorkehrungen: Münster will fröhlichen Katholikentag

Vier Wochen nach der Amokfahrt in der Münsteraner Innenstadt soll der Katholikentag kommende Woche nach dem Willen der Veranstalter möglichst normal ablaufen. "Die gemeinsame Leitlinie lautet, der Sicherheit vorbeugend höchste Priorität einzuräumen und gleichzeitig den Katholikentag in einladender und fröhlicher Atmosphäre zu gestalten", sagte der Ordnungsdezernent der Stadt Münster, Wolfgang Heuer, am Donnerstag. "Ich gehe davon aus, dass dieser Balanceakt glückt." Münster freue sich auf die vielen tausend Gäste vom 9. bis 13 Mai und wolle ein guter Gastgeber sein.

Zum Sicherheitskonzept sagte Roland Vilsmaier, Geschäftsführer des Katholikentages, Taschenuntersuchungen solle es nur in Ausnahmefällen geben. Wassertanks und Lkws sollten als Sperren gegen potenzielle Amokfahrer dienen. Die Polizei kündigte eine unübersehbare Präsenz an. Zudem soll täglich ein Krisenstab tagen, um die Sicherheitslage zu bewerten.

Trotz der Amokfahrt, bei der es insgesamt vier Tote und 25 teilweise Schwerverletzte gegeben hatte, habe es keine nennenswerte Zahl von Absagen gegeben, berichtete Vilsmaier. Das Interesse sei ungebrochen, die 50.000 gedruckten Exemplare des Programmheftes seien bereits vergriffen, die Informationen könnten aber allesamt per App abgerufen werden.

Die Bewohner der Innenstadt müssen sich den Angaben zufolge auf Verkehrsbehinderungen während des Katholikentags einstellen. Die City soll weitgehend vom Autoverkehr befreit werden, damit sich Fußgänger ungefährdet zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten hin und her bewegen können.

Vom 9. bis 13. Mai findet in Münster der 101. Deutsche Katholikentag unter dem Leitwort "Suche Frieden" statt. Mehrere Zehntausend Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet werden zu mehr als 1.000 Veranstaltungen erwartet. Das Themenspektrum umfasst Klimaschutz, Flüchtlinge, Globalisierung, soziale Gerechtigkeit und Umwelt. Aber auch Spiritualität, Glauben und Ökumene spielen eine zentrale Rolle.