Ethik
Der Humanoide Roboter "Robbie" soll unterstützend in Altenheimen zum Einsatz kommen.
© epd-bild/Guido Schiefer
Kuratorium Altershilfe: Wir müssen über Roboter in der Pflege reden
Berlin (epd). Die Pflegebranche kann sich nach Ansicht des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) der Digitalisierung und Robotik nicht verschließen. Technik müsse "aber immer eine dienende Rolle zur Verbesserung der Lebensqualität und Eigenständigkeit pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen einnehmen", sagte der geschäftsführende KDA-Vorstand Helmut Kneppe dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. Für die Pflegekräfte wiederum sei entscheidend, dass sich ihre Arbeitsbedingungen verbesserten. Wirtschaftliche Erwägungen der Pflege-Anbieter sollten erst an zweiter Stelle stehen.

Das unabhängige Kuratorium unterstützt Forderungen nach einer Ethik-Kommission. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz hatte eine Bundestags-Kommission für Ethik und Automatisierung in der Pflege gefordert. Kneppe sagte: "Wir wollen eine breite Diskussion, was Digitalisierung in der Pflege bedeutet". Berichte über Pflegeroboter etwa "machen zugleich neugierig und rufen Ängste hervor." Man dürfe die Fragen aber nicht auf den Einsatz von Robotern verengen.

Das KDA setzt sich für Konzepte und Modelle ein, die ein selbstbestimmtes Leben im Alter zum Ziel haben sowie die Umsetzung neuer Erkenntnisse der Forschung in die Praxis. Es arbeitet mit Ministerien, Verwaltungen, öffentlichen und privaten Einrichtungen zusammen. Finanziert wird seine Arbeit aus öffentlichen Mitteln und Spenden. Die Schirmherrschaft hat der Bundespräsident.

epd-Gespräch: Bettina Markmeyer