Ethik
Heinrich Bedford-Strohm
© epd-bild / Norbert Neetz
Bedford-Strohm kritisiert Forscher für Genmanipulation scharf
Augsburg (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat die Geburt zweier genmanipulierter Babys in China als Alarmsignal bezeichnet. Wenn die Meldungen stimmten, habe ein Forscher erstmals die Keimbahn eines Embryos genetisch manipuliert, erläuterte er am 28. November am Rande der Herbsttagung der bayerischen Landessynode in Garmisch-Partenkirchen: "Das ist der Einstieg in die Menschenzüchtung, so drastisch muss man es sagen." Es brauche nun dringend eine Debatte um die Grenzen solcher Forschung, sagte der bayerische Landesbischof.

Der chinesische Wissenschaftler He Jiankui von der Universität Shenzhen hatte in einem Youtube-Video die Geburt von Zwillingsmädchen verkündet, die durch Veränderungen in ihrem Erbgut resistent gegen HI-Viren sein sollen. Er und sein Team hatten dafür den "fehlerhaften" Teil ihrer DNA mit Hilfe der Gen-Schere CRISPR entfernt.