Newsfeed-Tickermeldung - Zentralredaktion/epd-Zentralredaktion
Peter Maffay fordert von Künstlern klare Haltung gegen Extremismus

Der Musiker Peter Maffay fordert von den Künstlern in Deutschland eine deutliche Positionierung gegen Extremismus und Rechtspopulismus. Musiker, Maler, Bildhauer, Dichter, aber auch Journalisten und alle, die Inhalte multiplizieren, seien aufgefordert sich zu positionieren, sagte Maffay der Wochenzeitung "Jüdische Allgemeine" (Ausgabe vom 8. März). Immer, wenn im gesellschaftlichen und politischen Leben Differenzen oder Defizite gravierender Art auftreten, sei es wichtig, dass es Leute gebe, "die die Funktion von Ausrufezeichen oder Leuchttürmen übernehmen".

Das Land habe seinen "gesellschaftlichen Konsens verloren, den gemeinsamen Wertekanon", unterstrich Maffay. "Es wird nur etwas passieren, wenn Aufklärungsarbeit geleistet wird und wenn genügend Menschen da sind, die die Dinge beim Namen nennen", sagte der 68-jährige Musiker. Dabei müsse nicht allein der Rechtsextremismus Sorge bereiten, sondern Extremismus und Fanatismus jeder Couleur, sei er politisch oder religiös motiviert.

Maffay wird am Sonntag für sein Engagement gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus mit der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit geehrt. Die Auszeichnung wird ihm bei der bundesweiten Eröffnung der "Woche der Brüderlichkeit" im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen überreicht. Der Rumäniendeutsche ist einer der erfolgreichsten deutschen Pop- und Rocksänger.