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Papst spricht Óscar Romero und Paul VI. heilig

Papst Franziskus wird am Sonntag einen seiner Vorgänger, Paul VI. (1897-1978), und den von Todesschwadronen ermordeten salvadorianischen Erzbischof Óscar Romero (1917-1980) heiligsprechen. Bei der Feier auf dem römischen Petersplatz wird er auch die Gründerin der "Dernbacher Schwestern" Maria Katharina Kasper (1820-1898) zur Ehre der Altäre erheben. Die Messe findet während der vatikanischen Bischofssynode über Jugend und Kirche statt.

Romero setzte sich gegen die damals in dem zentralamerikanischen Staat herrschende Militärdiktatur für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen ein. Er wurde am 24. März 1980 am Altar erschossen, während er eine Messe feierte.

Paul VI. gilt heute vor allem als Autor der "Pillenenzyklika". In dem päpstlichen Rundschreiben "Humanae vitae" verbot er Katholiken 1968 im Jahr der Studentenproteste den Einsatz von Verhütungsmitteln. Innerhalb der katholischen Kirche ist er wegen der Leitung des von seinem Vorgänger Johannes XXIII. einberufenen Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) bekannt. Dabei beschlossen Bischöfe aus aller Welt unter seiner Führung grundlegende Reformen wie die Achtung der Religionsfreiheit und die Öffnung für einen Dialog mit anderen Kirchen und Religionen.

Die im Westerwald geborene Bauerntochter Maria Katharina Kasper wird wegen des Einsatzes ihres Ordens für Arme und Kinder geehrt. Für die Heiligsprechung der 1978 seliggesprochenen Gründerin der "Armen Dienstmägde Jesu Christi" setzte sich 2012 auch der damalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst beim damaligen Papst Benedikt XVI. ein.