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Neuer Leitender Bischof Meister fordert Jugendsynode

Der neue Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Ralf Meister, fordert eine Jugendsynode, die parallel zur Generalsynode tagt. Es könne nicht so schwer sein, die kirchenrechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, sagte Meister am Freitag in Würzburg. Die Generalsynode der VELKD berät noch bis Samstag unter anderem über die Frage, wie man junge Erwachsene stärker einbinden kann. Eine solche Jugendsynode aller lutherischen Landeskirchen in Deutschland könne wichtige Impulse setzen, wie sich die Kirche verändern müsse.

Der hannoversche Landesbischof Meister war am Freitagvormittag zum neuen Leitenden Bischof der VELKD gewählt worden. Er folgt auf Gerhard Ulrich, der als Bischof der Nordkirche im kommenden Jahr in den Ruhestand treten wird.

Ulrich bekräftigte am Freitag noch einmal, wie wichtig es sei, das Profil der lutherischen Kirchen in Deutschland zu stärken - auch in einer Zeit, in der die konfessionelle Bindung immer unwichtiger werde. "Wir sollten nicht zu klein von uns denken. Es ist wichtig, Rechenschaft über den Bedeutungsverlust abzulegen", sagte Ulrich. Aber Bedeutung hänge nicht allein an Zahlen. Auch sein Nachfolger, der am Freitagabend in sein Amt eingeführt werden sollte, nannte das Bekenntnis eine "Haltung gegen die Gnadenlosigkeit der Welt".

Die VELKD ist ein Zusammenschluss aus sieben Landeskirchen. Sie repräsentiert knapp neun Millionen Gemeindeglieder. Am Sonntag beginnt im Anschluss an die Generalsynode der VELKD die Synodentagung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).