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Neuer Direktor beim Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland

Der Jesuiten-Pater Claus Pfuff ist neuer Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes Deutschland. Er folgt auf Pater Frido Pflüger, der nach fast sechs Jahren an der Spitze der Hilfsorganisation wieder zum Jesuiten-Flüchtlingsdienst nach Uganda zurückkehrt, wie die Organisation in Berlin mitteilte. Die Amtseinführung Pfuffs und Verabschiedung seines Vorgängers erfolgte am Montag in einem Gottesdienst in der Kirche St. Canisius in Berlin-Charlottenburg.

Der neue Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes hatte zuvor bereits die öffentlich in die Kritik geratene Rechtshilfe für Menschen in Abschiebehaft oder im Kirchenasyl verteidigt: "Wir untergraben den Rechtsstaat nicht, wir verteidigen ihn - und das betrifft uns letztlich alle, nicht nur Asylsuchende." Er fügte hinzu: "Wir werden auch weiterhin Flüchtlinge dabei unterstützten, ihre Rechte geltend zu machen."

Mit Blick auf seine zurückliegende Amtszeit würdigte sein Vorgänger Frido Pflüger die Hilfsbereitschaft vieler Menschen in Deutschland seit dem starken Flüchtlingszuzug im Jahr 2015. "Statt sich von einer lautstarken Minderheit zu immer neuen Verschärfungen des Asylrechts treiben zu lassen, sollte die Politik besser das in dieser Form wohl weltweit einzigartige Engagement stärken und die damit verbundenen Werte verteidigen", sagte Pflüger.

Pater Pfuff war lange Jahre Schulseelsorger am Berliner Canisius-Kolleg und hielt sich zuletzt im Auftrag des Jesuitenordens in Kanada und Alaska auf. Sein Vorgänger hatte die Hilfsorganisation seit 2012 geleitet. Der Flüchtlingsdienst in Trägerschaft des katholischen Jesuitenordens wurde 1980 in Folge des Elends vietnamesischer Boat People gegründet und ist heute als internationale Hilfsorganisation in mehr als 50 Ländern tätig.