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Katholisches Bistum Mainz nahm 311 Millionen Euro ein

Das Kirchensteueraufkommen im katholischen Bistum Mainz ist im vergangenen Jahr auf 221,3 Millionen Euro angestiegen. Insgesamt beliefen sich die Einnahmen des Bistums laut dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresabschluss für 2017 auf 311,3 Millionen Euro. Neben den Kirchensteuereinnahmen bildeten staatliche Zahlungen für den Unterhalt kirchlicher Schulen den zweitgrößten Einnahmeposten des Bistums. Aufgrund der niedrigen Zinsen habe sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von über sieben Millionen Euro ergeben. Um die Bilanzen auszugleichen, habe die Kirche auf Rücklagen zugegriffen.

Die Bilanzsumme des Bistums Mainz belief sich dem Bericht zufolge Ende 2017 auf 1,23 Milliarden Euro. Größter Aktivposten waren Wertpapiere im Umfang von 863 Millionen Euro und die rund 1.700 Immobilien des Bistums, deren Wert mit knapp 256 Millionen Euro angegeben wurden. Dem Wertpapiervermögen stünden Verpflichtungen in gleicher Höhe aus der Altersversorgung für Priester und Lehrer sowie für die Erhaltung kirchlicher Gebäude entgegen. Die künftige Arbeit im Bistum Mainz werde sich auch an den knapper werdenden finanziellen Mitteln orientieren müssen, kündigte Bischof Peter Kohlgraf an.

Trotz der weiterhin positiven Konjunktur sind die Kirchensteuereinnahmen in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres mit einem Minus von sieben Prozent stark zurückgegangen. In der ersten Jahreshälfte sei in Rheinland-Pfalz eine sehr hohen Rückzahlung festgesetzt worden, so dass das Gesamtergebnis bislang negativ ausfalle sei, erklärte Finanzdirektor Christof Molitor. Er sprach von einem Einmaleffekt.

Das Bistum Mainz umfasst Teile der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen mit den Städten Mainz, Darmstadt, Worms und Gießen sowie eine Exklave im baden-württembergischen Bad Wimpfen. Auf dem Bistumsgebiet leben knapp 730.000 Katholiken.