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Hirschhausen plädiert für Öffnung der Kommunion

Der Arzt und TV-Moderator Eckart von Hirschhausen hat auf dem Katholikentag für die Öffnung der Eucharistie für evangelische Ehepartner in der katholischen Kirche plädiert. "Wenn Sie die Hälfte meiner Kirchensteuer für die katholische Kirche abzwacken, geben Sie mir mit Freude eine Oblate dafür oder geben Sie mir mein Geld zurück", sagte Hirschhausen am Freitag in Münster. Der Fernsehmoderator ist evangelisch, seine Frau Katholikin.

Hirschhausen hält den Streit um die Öffnung des Abendmahls zudem für unnötig. "Wie viel Zeit und Energie verpulvern wir mit zeichenrelevanten Diskussionen?", beklagte er. Hirschhausen forderte die Kirchen auf, sich stattdessen zum Beispiel verstärkt für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

Die Frage, ob protestantische Ehepartner zur Kommunion zugelassen
werden sollen, hatte innerhalb der katholischen Kirche zuletzt für Kontroversen gesorgt. Ende Februar hatte die Deutsche Bischofskonferenz mit mehr als Drei-Viertel-Mehrheit beschlossen, eine pastorale Handreichung für das Abendmahl von Ehepaaren unterschiedlicher Konfession auf den Weg zu bringen. Sieben Bischöfe unter Führung des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki wandten sich daraufhin mit einem Brief an den Vatikan. Sie bezweifeln, ob eine nationale Bischofskonferenz über die Frage des Kommunionempfangs konfessionsverschiedener Ehepartner entscheiden darf.