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Das Stichwort: Christi Himmelfahrt

Seit dem vierten Jahrhundert feiern Christen 40 Tage nach Ostern das Fest Christi Himmelfahrt. Das Fest fällt stets auf einen Donnerstag, in diesem Jahr auf den 10. Mai, und ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Der Tag wird in den Kirchen traditionell mit Gottesdiensten auf Plätzen, im Wald und auf Bergen begangen. Außerhalb der Kirche wird der Tag oft als Vatertag oder Herrentag bezeichnet, an dem Männer Ausflüge unternehmen und häufig viel Alkohol trinken.

Biblische Grundlage des Festes ist neben dem Markus- und dem Lukas-Evangelium die Apostelgeschichte im Neuen Testament. Dort steht, dass der nach seiner Kreuzigung vom Tod auferstandene Jesus Christus vor den Augen seiner Jünger "aufgehoben" wurde (Apostelgeschichte 1,9): "Eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken." Das ist auch ein bevorzugtes Motiv in der Kunst.

Die Himmelfahrt wird allerdings in der Theologie kaum noch wörtlich als wirkliche Reise verstanden. Der Himmel ist demnach kein geografischer Ort, sondern der Herrschaftsbereich Gottes. Wenn es im Glaubensbekenntnis heißt "aufgefahren in den Himmel", bedeutet dies nach christlichem Verständnis, dass der auferstandene Christus "bei Gott ist".

Himmelfahrt wird so auch als Symbol der Wandlung und spirituellen Entwicklung der Persönlichkeit gedeutet. Theologen verweisen zur Erläuterung auf den englischen Sprachraum, wo es für das deutsche Wort Himmel zwei Begriffe gibt: "sky" (profan) und "heaven" (religiös).