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Antisemitismus-Beauftragter: Ausstellung heizt Konflikt an

Der Antisemitismus-Beauftragte der baden-württembergischen Landesregierung, Michael Blume, hat die in Stuttgart geplante Schau "Die Nakba - Ausstellung zur Situation der Palästinenser" kritisiert. Sie stelle die "traurige Geschichte" im Nahen Osten nur einseitig dar, sagte Blume am Samstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). "Nakba" soll ab Dienstag bis zum 22. September in Stuttgarts Haus der Katholischen Kirche zu sehen sein, danach in der Evangelischen Akademie Bad Boll bei Göppingen.

Blume erinnerte daran, dass nach der Staatsgründung Israels und dem folgenden Angriff der Nachbarstaaten sowohl Araber wie auch Juden in großer Zahl vertrieben worden seien, zum Beispiel über 140.000 Juden aus dem Irak. Darüber informiere die Ausstellung nicht. "Heizt es den Konflikt nicht eher an, wenn wir uns nur mit einer Seite identifizieren und die andere ausblenden?", fragte der Antisemitismus-Beauftragte.

"Von Deutschland aus lässt sich der Nahostkonflikt nicht lösen, und wir sind als Oberlehrer auch nicht gefragt", betonte Blume.
Auch die Deutsch-Israelische Gesellschaft der Region Stuttgart protestiert gegen die Schau. "Die Ausstellung hat nichts mit Aufklärung und sachlicher Diskussion zu tun. Sie schürt antisemitische Ressentiments", hieß es in einer Mitteilung der Vorsitzenden Bärbel Illi.