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Adveniat nahm 44,4 Millionen Euro an Spenden ein

Das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat hat im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 44,4 Millionen Euro an Spenden- und Kollektengeldern eingenommen. Damit sei es erstmals seit vielen Jahren wieder gelungen, die Spendeneinnahmen zu erhöhen, sagte Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck am Mittwoch auf der Jahrespressekonferenz des Hilfswerks in Essen. Zusammen mit weiteren Erträgen wie etwa aus der Vermögensanlage betrugen die Einnahmen 46,9 Millionen Euro, knapp eine Millionen Euro weniger als 2016.

Nach Angaben von Geschäftsführer Stephan Jentgens kamen bei der Weihnachtskollekte 24,8 Millionen Euro zusammen. Bei den Einzelspenden sei 2017 mit 11,8 Millionen Euro ein neuer Höchststand erreicht worden.

Mit den Geldern unterstützte Adveniat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr insgesamt 2.164 Projekte in Lateinamerika und der Karibik mit einer Summe von 37,6 Millionen Euro, wie Hauptgeschäftsführer Pater Michael Heinz erklärte. Nach seinen Worten betrug die durchschnittliche Fördersumme 17.400 Euro. Adveniat unterstütze bevorzugt Bildungsprojekte und erhebe im Auftrag der Armen auch in Deutschland seine Stimme, etwa für die Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien, sagte Heinz, der 17 Jahre lang in Lateinamerika tätig war.

Overbeck bezeichnete die Spendenbereitschaft der Deutschen im vergangenen Jahr vor Journalisten als gut. Die Spenden für Lateinamerika sind nach den Worten des Ruhrbischofs weiterhin dringend nötig. Sorgen bereitet Overbeck unter anderem das Fracking von Schieferöl in Argentinien. Kinder klagten über Magen und Hautkrankheiten, ältere Menschen über Übelkeit als Folge der Verschmutzung des Grundwassers mit Chemikalien als Folge der Ölförderung.

Die Eröffnung der Adveniat-Aktion 2018 findet am 1. Advent (2. Dezember) in der Jugendkirche in Wiesbaden im Bistum Limburg statt.