Iris Wolff erhält Evangelischen Buchpreis 2021

Göttingen (epd)

Die Autorin Iris Wolff bekommt für ihren Roman "Die Unschärfe der Welt" den mit 5.000 Euro dotierten Evangelischen Buchpreis 2021. Das Buch erzähle vom Leben eines Pfarrers und seiner Familie während der kommunistischen Diktatur in Rumänien, teilte die Preisjury am 16. Februar in Göttingen mit. Und es erzähle zugleich von der Liebe: "Wie sie entsteht und wächst, wie sie verloren geht, wie sie sich in der Routine einrichtet, wie sie verraten wird und wie sie auch eine Trennung überdauert."

"Mit nüchternem Blick und großer Zartheit lässt Iris Wolff uns an den Menschen und ihren Entdeckungen der Liebe teilhaben", hieß es weiter. Wolff sei ein Buch gelungen, das einen sehr realistischen Blick auf das Leben werfe. "Und das zugleich eine große Liebeserklärung an das Leben ist. Es macht Freude es zu lesen und stimmt hoffnungsfroh."

Religionswissenschaftlerin

Iris Wolff wurde 1977 im siebenbürgischen Hermannstadt/Sibiu geboren und wuchs im Banat und in Siebenbürgen auf. 1985 emigrierte die Familie nach Deutschland. Wolff studierte Germanistik, Religionswissenschaften und Grafik und Malerei in Marburg. Ihre Romane wurden mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Thaddäus-Troll-Preis. Für ihr Gesamtwerk erhielt sie 2019 den Marie-Luise Fleißer-Preis. Iris Wolff lebt als freie Schriftstellerin in Freiburg.

Der Evangelische Buchpreis wird seit 1979 vom Dachverband evangelischer öffentlicher Büchereien, dem Evangelischen Literaturportal, verliehen. Der Jury gehören Mitarbeitende evangelischer Bibliotheken, Bibliothekare, Theologen und die Geschäftsführung des Evangelischen Literaturportals an. Iris Wolff soll den Buchpreis am 19. Mai 2021 in Halle in Empfang nehmen.