Gebete für die Opfer und Dank den Helfern

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Heinrich Bedford-Strohm
Frankfurt a.M. (epd).

Spitzenrepräsentanten der Kirchen haben sich bestürzt über die folgenschweren Unwetter in Teilen Westdeutschlands geäußert und zum Gebet aufgerufen. „Meine Gedanken und Gebete sind bei den Opfern, Angehörigen und Rettungskräften“, erklärte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, am 15. Juli bei Twitter. Der katholische Trierer Bischof Stephan Ackermann sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Wir alle sorgen uns um die Menschen, die in den betroffenen Orten leben und arbeiten.“

Ackermann rief die Gläubigen in seinem Bistum auf, für alle Betroffenen und die Einsatzkräfte zu beten. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, schrieb bei Facebook: „Das Wasser, das viele in der Trockenheit ersehnt haben, ist jetzt zum Unheil geworden.“ Die Wetterextreme richteten große materielle Schäden an. „Aber was noch viel schlimmer ist, sie sind zur Ursache von großem menschlichen Leid geworden“, schrieb der bayerische Landesbischof und oberste Repräsentant der deutschen Protestanten. Menschen seien in den Fluten gestorben, darunter auch helfende Feuerwehrleute. Viele Menschen würden noch vermisst.

Praktische Hilfe in Gemeinden und Kirchen

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, äußerte sich „tief betroffen von dem Leid, das das Unwetter der letzten Nacht angerichtet hat“. „Menschen sind gestorben, Häuser eingestürzt, Keller überflutet, Feuerwehrleute beim Versuch zu helfen gestorben“, schrieb er auf seiner Facebook-Seite. „Gemeinsam mit vielen anderen bete ich für die Betroffenen und die Helferinnen und Helfer“, erklärte Latzel. „Zugleich bin ich dankbar für die Hilfe, die jetzt in unseren Gemeinden und Kirchen ganz praktisch geleistet wird: von der Nachbarschaftshilfe beim Auspumpen über Brötchen und warmen Kaffee bis zum seelsorglichen Beistand etwa durch die Notfallseelsorge.“

Der katholische Essener Bischof Franz-Josef Overbeck dankte allen Einsatzkräften, „die teilweise unter enormen persönlichen Risiken alles Menschenmögliche tun, um Menschen zu retten, Vermisste zu suchen und die Situation zu bewältigen“. Sein Mainzer Glaubensbruder Peter Kohlgraf schrieb bei Twitter: „Wir erleben viel Hilflosigkeit, aber sehen auch viele Menschen, die an der Grenze ihrer Möglichkeiten helfen.“