NRW will Steuerentlastungen für Ehrenamtliche

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Ehrenamtliche Helfer geben von Supermärkten gespendete Lebensmittel aus.
Düsseldorf, München (epd)

Nordrhein-Westfalen setzt sich weiterhin dafür ein, Ehrenamtliche steuerlich zu entlasten. Gemeinsam mit dem bayerischen Finanzminister Albert Füracker (CSU) appelliere er an die Bundesregierung, zeitnah einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen, erklärte der nordrhein-westfälische Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) in München. Am Rande einer gemeinsamen Kabinettssitzung der beiden Bundesländer in München bekräftigten die Minister die Forderung, Änderungen im Steuerrecht zeitnah umzusetzen. "Wir wollen diejenigen entlasten, sie sich in der Mitte der Gesellschaft für den Zusammenhalt unseres Gemeinwesens in besonderer Weise einsetzen", sagte Lienenkämper.

Zu den Vorschlägen von NRW zählt die Anhebung des sogenannten Übungsleiterfreibetrags von 2.400 auf 3.000 Euro und die Erhöhung der Ehrenamtspauschale von 720 auf 840 Euro. Die Grenze für die Besteuerung wirtschaftlicher Geschäftsbetriebe bei gemeinnützigen Vereinen soll von 35.000 Euro auf 45.000 Euro angehoben werden.

Nordrhein-Westfalen hatte bereits im Juli vergangenen Jahres Vorschläge in den Bundesrat eingebracht, um Bürger, die sich in ihrer Freizeit für andere engagieren, steuerlich zu entlasten und den Bürokratieaufwand zu reduzieren. In Deutschland sei fast jeder Zweite ehrenamtlich aktiv, erklärte Lienenkämper. Diese Ehrenamtlichen seien eine unentbehrliche Stütze der Gesellschaft, etwa im Sport, bei der Bildung, Kultur, Heimatpflege, Kunst oder im sozial-karitativen Bereich, bei Rettungsdiensten oder Feuerwehr.