Westfälische Präses Kurschus steht bei Synode zur Wiederwahl

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Bielefeld (epd)

Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, steht bei der Synode der westfälischen Kirche zur Wiederwahl. Die Entscheidung trifft die Landessynode, die vom 17. bis 20. November in Bielefeld tagt, wie die westfälische Kirche mitteilte. Die 56-jährige Theologin wurde ohne Gegenkandidaten nominiert. Kurschus wurde im November 2011 als erste Frau zur leitenden Theologin der Landeskirche gewählt, sie trat ihr Amt im März 2012 an.

Die Landessynode der mehr als 2,2 Millionen Mitglieder zählenden westfälischen Kirche entscheidet auch über ein weiteres Kirchenleitungsamt: Die 63-jährige Personaldezernentin und Oberkirchenrätin Petra Wallmann tritt zum 1. April 2020 in den Ruhestand. Kandidaten für ihre Nachfolge sind die Recklinghäuser Superintendentin Katrin Göckenjan-Wessel (56) und der aus Oldenburg stammende Pfarrer Urs-Ullrich Muther (51).

In ihrem mündlichen Bericht vor der Synode werde Präses Kurschus anhand exemplarischer Themen eine aktuelle "Zeitansage" für die Kirche in der Gesellschaft machen, teilte die Landeskirche weiter mit. Das Kirchenparlament werde sich zudem mit Impulsen zum Diskussionspapier "Kirche und Migration" befassen. Das Papier wurde in einem breit angelegten Prozess seit einem Jahr auf allen Ebenen der westfälischen Kirche diskutiert.

Am Eröffnungstag stehen unter anderem Grußworte des NRW-Integrationsministers Joachim Stamp (FDP) und des rheinischen Präses Manfred Rekowski auf dem Programm. Eröffnet wird die Synode mit einem Gottesdienst in der Zionskirche in Bielefeld-Bethel.

Die Landessynode ist das oberste Organ der westfälischen Kirche und berät bei ihrem viertägigen Treffen über eine Reihe von theologischen, rechtlichen und kirchenpolitischen Themen und Vorlagen. Das "Kirchenparlament" beschließt außerdem den Haushaltsplan für das kommende Jahr. Erwartet werden auch Beschlüsse zum Thema "Ehe und Trauung" sowie zur Teilnahme von Kindern am Abendmahl. Die landeskirchliche Beauftragte für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung, Daniela Fricke, wird zudem ihren Bericht vorlegen.