Müntefering fordert Tribunale gegen Öko-Verbrecher

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Franz Müntefering
Stuttgart (epd)

Der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Senioren-Organisationen in Deutschland (BAGSO), Ex-Bundesminister Franz Müntefering (SPD), wünscht sich internationale Tribunale gegen Menschen, die ökologische und soziale Verbrechen begangen haben. Bislang ende die Gesetzgebung an der Landesgrenze, sagte Müntefering in Stuttgart bei der Mitgliederversammlung der Evangelischen Senioren in Württemberg. Wie bei Kriegsverbrechen müssten auch bei ökologischen Verbrechen alle Länder an einem Strang ziehen, um die globale Katastrophe zu verhindern.

Der 79-Jährige lobte die "Agenda 2030" der Vereinten Nationen. Sie sei ein "Weltzukunftsvertrag", dessen Umsetzung es ermöglichen würde, die ökologischen Schäden zu begrenzen. Für eine zukunftsfähige Erde brauche es zudem einen besseren Zugang zu Bildung, insbesondere in Afrika, und mehr internationalen Einsatz für soziale Gerechtigkeit.

Die Mitgliederversammlung stand unter dem Motto "... damit unsere Enkel gut leben können." In einem Beschluss bitten die Evangelischen Senioren den württembergischen Oberkirchenrat, "ambitionierte Klimaschutzziele" für die Jahre 2025 und 2030 zu beschließen und einen Plan vorzulegen, wie diese im kirchlichen Bereich umgesetzt werden sollen.

Außerdem verpflichtet sich die Landesarbeitsgemeinschaft zum Engagement gegen Klimaerwärmung, Pflegenotstand und Altersarmut. Dazu wolle man unter anderem einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Lebensstil pflegen.