Kinderarmut im Südwesten bei rund 15 Prozent

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Im Südwesten wachsen mehr Kinder in Armut auf (Symbolfoto).
Stuttgart (epd).

Laut einer aktuellen Studie des Paritätischen zur Kinderarmut wies Baden-Württemberg 2019 eine Armutsquote für Kinder und Jugendliche von 14,8 Prozent auf. Damit liegt der Südwesten unter dem bundesweiten Durchschnitt mit einer Armutsquote von 20,5 Prozent. Insgesamt leben laut der bundesweiten Studie der Paritätischen Forschungsstelle rund 2,8 Millionen Minderjährige in Armut - 10 Prozent von ihnen wohnen im Südwesten. Im Vergleich zu 2010 ist den Angaben zufolge die Kinderarmut geringfügig um 1,6 Prozent gestiegen.

Laut dem Paritätischen Baden-Württemberg ist die neue Familienförderstrategie des Landes eine Chance, die Situation von einkommensarmen Kindern zu verbessern. Bei der konkreten Ausgestaltung müssten allerdings die Freie Wohlfahrtspflege, Familienverbände und Betroffene eingebunden werden, bestehende Angebote müssten gut miteinander verzahnt und niederschwellig sein.

Auch Familienbildung sei ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Familienarmut - ebenso wie ein Mindestlohn von mindestens 13 Euro, eine bedarfsgerechte, einkommensabhängige Kindergrundsicherung, Lernmittelfreiheit, gute Qualität in der frühkindlichen Bildung und ein Rechtsanspruch auf Angebote der Jugendsozialarbeit, so der Verband.