Diakoniechef: "Fragen Sie mal Ihren Paketboten"

Karlsruhe (epd)

Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Baden, Urs Keller, dringt auf eine gesellschaftliche Diskussion um die Altersversorgung. Diese Diskussion müsse nah an den Menschen sein, fordert er in einem aktuellen Videoblog. "Fragen Sie mal Ihren Paketboten ...", wendet er sich dort an seine Zuschauer. Es brauche schon heute Löhne, die hoch genug sind, um die Rentenansprüche von morgen decken zu können. Wer lange gearbeitet habe, müsse auch von seiner Rente leben können. Das gelte für die Rentner von heute, aber auch für diejenigen, die heute in Niedriglohnjobs arbeiten.

Der Pfarrer und Soziologe fordert soziale Sicherungssysteme, die auch in Zukunft solidarisch bleiben müssten. Unaufgebbar sei, dass das gewählte System die Schwachen schütze. Und das System müsse die Lasten gerecht verteilen. Die Diskussion darüber sei noch lange nicht zu Ende, denn von den vielen Konzepten, die als Elemente eine sozialen Systems derzeit diskutiert würden - vom bedingungslosen Grundeinkommen bis zur Basisrente - seien längst nicht alle im Blick auf ihre Tauglichkeit bezüglich der unaufgebbaren Standards überdacht.

Einmal im Monat wendet sich Keller zu einem grundlegenden sozialpolitischen Thema an seine Zuhörer. In einer kurzen Video-Botschaft bezieht er Position.