Diakonie: Im Lockdown besser Geld- statt Sachspenden

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Geld- statt Sachspenden - dafür wirbt die Diakonie.
Stuttgart (epd)

Die Diakonie Württemberg bittet wegen der Corona-Pandemie um Geld- statt um Sachspenden. Grundsätzlich freue man sich natürlich über Spenden, betonte die Vorstandsvorsitzende der Diakonie Württemberg, Oberkirchenrätin Annette Noller, laut Mitteilung. Mit der Verarbeitung von Sachspenden habe man jedoch im Moment Schwierigkeiten: Sozialkaufhäuser und Diakonieläden hätten im Lockdown schließen müssen, also könnten die Spenden nun nicht angenommen, verarbeitet und weitergegeben werden. "Für die Diakonie ist oberstes Ziel, dass Spenden bei den Menschen ankommen. Das können wir im Moment bei Geldspenden einfacher lösen."

Laut Hannes Finkbeiner, Geschäftsführer der Aufbaugilde Heilbronn, die ein großes Sozialkaufhaus betreibt, sind die Menschen wegen des Lockdowns mehr zuhause, sortierten aus und wollten spenden. Er zeigte sich überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft: "Uns sind Lebensmittel, Hygieneartikel und Secondhandwaren in noch nie da gewesener Menge gebracht worden." Allerdings könnten die Sachspenden wegen der erneuten Schließung des Sozialkaufhauses aber nicht mehr bearbeitet werden, bedauerte er. "Dass wir nichts annehmen dürfen, verstehen leider nicht alle." Auch Essen für Wohnungslose könne nicht angenommen werden, weil dies den Hygieneanforderungen widerspreche.

Geldspenden sind daher die bessere Option: Denn die Aufbaugilde und weitere Einrichtungen der Arbeits- und Wohnungslosenhilfe seien wegen der Ausgangsbeschränkungen nun noch mehr gefragt, Räumlichkeiten für Menschen ohne Wohnung und Betreuung zur Verfügung zu stellen. Dabei sei man auf Spenden angewiesen, betonte Finkbeiner.