Kinder nutzen vermehrt Streaming-Dienste

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Filmegucken auf dem Tablet wird für Kinder wichtiger.
Stuttgart (epd).

Die Corona-Pandemie hat das Mediennutzungsverhalten von Kindern in Deutschland nicht grundlegend geändert. Allerdings habe die Nutzung von Streaming-Angeboten zugenommen, stellt die in Stuttgart veröffentlichte KIM-Studie 2020 fest. Die Verfügbarkeit von Streaming-Diensten in den Haushalten sei deutlich gestiegen. Inzwischen hätten 44 Prozent der Haushalte mit Kindern ein entsprechendes Abo.

Die im Rahmen der regelmäßig erstellten Studie erstmals erhobene Nutzungsdauer für Streaming-Angebote zeige für die sechs- bis 13-jährigen Kinder mit durchschnittlich 24 Minuten, „dass Netflix & Co. einen klaren Platz im Medienalltag von Kindern erobert haben“, hieß es in der Mitteilung des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest. Am häufigsten nutzen Kinder weiterhin das klassische Fernsehen, nämlich mit durchschnittlich 68 Minuten täglich. Nahezu drei Viertel der Kinder in dieser Altersgruppe sehen täglich fern.

Trotz der besonderen Situation durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 habe sich zumindest während des Befragungszeitraumes im Herbst 2020 keine relevante Änderung der täglichen Internetnutzungszeit ergeben, hieß es weiter. Sie liege bei den Sechs- bis 13-Jährigen durchschnittlich bei einer Dreiviertelstunde täglich. Etwas über 70 Prozent der Kinder nutzen das Internet - mit unterschiedlicher Intensität je nach Alter. Bei den Sechs- bis Siebenjährigen nutzt etwa ein Drittel zumindest hin und wieder das Internet. Bei den Zwölf- bis 13-Jährigen sind es 97 Prozent. Am häufigsten genutzt werden im Internet WhatsApp, Suchmaschinen, Filme, Videos und YouTube.

Die Studienreihe KIM (Kindheit, Internet, Medien) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1999 in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland ab. Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz.