Weniger Exemplare vom Buch der Bücher verkauft
Eine Bibel
Stuttgart (epd)

Die Deutsche Bibelgesellschaft hat im vergangenen Jahr rund 322.000 Bibelausgaben in unterschiedlichen Sprachen und Übersetzungen verbreitet. Das seien rund 48.000 Exemplare weniger gewesen als im Vorjahr, teilte die Bibelgesellschaft am 31. Januar in Stuttgart mit.

«Leider sehen wir bei den Bibelausgaben insgesamt im vergangenen Jahr einen merklichen Rückgang», sagte Bibelgesellschaft-Generalsekretär Christoph Rösel. Insbesondere die Lutherbibel habe mit 80.000 Exemplaren nicht mehr an das Jubiläumsjahr 2022 anknüpfen können, in dem 130.000 Exemplare verkauft wurden. «Neben dem allgemeinen Trend sinkender Absatzzahlen im Buchmarkt sehen wir auch das überaus erfolgreiche Vorjahr als Erklärung für den Rückgang», so Rösel. Besondere Rabattaktionen zum Jubiläum etwa hätten dazu geführt, dass sich manche Großkunden langfristig bevorratet haben.

Hingegen sei die Nachfrage nach Bibeln in moderner, verständlicher Sprache 2023 gestiegen. So sei die Gute Nachricht Bibel 50.000 Mal verkauft worden und die BasisBibel 88.000 Mal. Rösel: «Das ist eine ermutigende Entwicklung.»

Ein weiterer Schwerpunkt im Programm der Deutschen Bibelgesellschaft sind die wissenschaftlichen Ausgaben in den Ursprachen. Sie sind weltweit und bei allen Konfessionen die Grundlage für die theologische Wissenschaft und Bibelübersetzung. Dazu gehören die «Biblia Hebraica Stuttgartensia» und die «Biblia Hebraica Quinta», das «Greek New Testament» und das «Novum Testamentum Graece» (Nestle-Aland). Mit 20.000 verbreiteten Exemplaren verzeichneten auch die gedruckten wissenschaftlichen Bibelausgaben gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 5.000 Exemplare.

 

(epd)