Wechsel in der Schirmherrschaft des Amos-Preises

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Herta Däubler-Gmelin
Stuttgart (epd)

Die Schirmherrschaft des Amos-Preises der württembergischen Vereinigung "Offene Kirche" wechselt. Neben dem bisherigen Schirmherrn, dem früheren Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit Erhard Eppler (SPD), werde bei der Verleihung des 10. Amos-Preises am 17. März auch die designierte Schirmherrin, die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD), anwesend sein, teilte Amos-Preis-Geschäftsführerin Katrin Altpeter mit. Der Preis werde in der Stuttgarter Erlöserkirche an den Pfarrer und Friedensaktivisten Rainer Schmid überreicht.

Den Amos-Preis für Zivilcourage erhalte der Pfarrer aus Blaubeuren bei Ulm für sein langjähriges friedensethisches Engagement gegen Rüstungsproduktion, gegen die Verbindung von Kirche und Militär und gegen Atomwaffen. Schmid habe sich mit großem persönlichem Einsatz bei zahllosen Demonstrationen, Mahnwachen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen "nicht nur Freunde gemacht", hieß es in der Mitteilung weiter. Er sei "ein Stachel im Fleisch seiner Kirche und dennoch immer mutig und engagiert". Die Laudatio halte der Journalist und Autor Franz Alt.

Schmid hat auf Kirchentagen und unter anderem am Bodensee und auf der Ostalb rüstungskritische Veranstaltungen organisiert. Auch an Demonstrationen am US-Atomwaffen-Stützpunkt in Büchel an der Mosel nahm er immer wieder teil. Die Kirche ruft er dazu auf, sich konsequent gegen Waffengewalt zu stellen.

Frühere Preisträger waren unter anderem der Freiburger Friedensaktivist Jürgen Grässlin, die polnische Journalistin und Menschenrechtlerin Halina Bortnowska und gemeinsam die Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser und der Israeli Reuven Moskovitz. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.