Wunsch nach Leben auf dem Land nimmt zu

Hamburg (epd)

Immer mehr Bundesbürger können sich offenbar zukünftig ein Leben außerhalb der Metropolen vorstellen. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen hervor. Etwa jeder Vierte kann sich vorstellen, künftig auf dem Land oder in einer Kleinstadt zu wohnen. Aber nicht einmal jeder Zehnte kann sich für ein Leben in einer Metropole begeistern. Dies gilt unabhängig von Einkommen und Geschlecht.

Allerdings gibt es regionale Unterschiede: So interessieren sich fast doppelt so viele Ostdeutsche (15 Prozent) wie Westdeutsche (8 Prozent) für ein Leben in einer größeren Stadt. Sowohl in Großstädten als auch auf dem Land ist die grundsätzliche Bereitschaft für einen Umzug allerdings gering: So wollen 84 Prozent der Landbewohner auch in Zukunft fernab der Stadt leben.

Vorrangig ist das Bedürfnis nach gemeinschaftlichem Wohnen: So gaben 29 Prozent der Befragten an, zukünftig in der Nähe der Familie leben zu wollen. Zwölf Prozent würden gern gemeinsam mit Gleichgesinnten wohnen, acht Prozent in einem Mehrgenerationenhaus. Hingegen bevorzugen nur drei Prozent ein Leben in Single-Wohnungen. Befragt wurden von November bis Anfang Dezember 3.000 repräsentativ ausgesuchte Menschen.