Uni Kiel: Nachhaltige Nutzung der Meere

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Pazifikbrandung
Kiel (epd)

Mit dem neuen Projekt "Bioökonomie auf Marinen Standorten" will die Universität Kiel weiter erforschen, wie die Meere auf ökologische Weise genutzt werden können. Gesucht werden vor allem nachhaltige Konzepte für eine umfassende Kreislaufwirtschaft, die auch Fische, Muscheln und Algen einschließt, wie die Uni jetzt mitteilte. Beteiligt sind 79 norddeutsche Partner aus Forschung, Industrie und Verwaltung. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt über fünf Jahre mit bis zu 20 Millionen Euro.

In ersten Arbeitsschritten befassen sich Forschungsteams unter anderem mit verbesserten Haltungsbedingungen in Aquakulturanlagen und der nachhaltigen Nutzung von regional produzierten Algen für die kosmetische und pharmazeutische Industrie. In Zusammenarbeit mit Unternehmen wollen die Forschenden neue Lebensmittel aus Miesmuscheln entwickeln und Fischfutter aus Algenmaische herstellen, die bei der Herstellung von Algen-Extrakt entsteht.

Des Weiteren wird untersucht, welche Algen und Schwimmpflanzen in Gär-Resten von Biogasanlagen oder in Abwässern von Aquakulturanlagen gedeihen. Außerdem sollen Wasserreinigungsanlagen mit Hilfe von Pflanzen und Mikroalgen entwickelt werden, die in Aquakulturanlagen und als schwimmende Inseln zum Einsatz kommen.