Umweltpreis für Altpräsident Köhler

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Horst Koehler beim Evangelischen Kirchentag 2019 in Stuttgart.
Hamburg (epd)

Alt-Bundespräsident Horst Köhler wird am 3. September in Hamburg mit dem Sonderpreis des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) ausgezeichnet. Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) wird ihm die undotierte Auszeichnung in der Patriotischen Gesellschaft überreichen, wie die Senatspressestelle mitteilte. Köhler habe sich seit Jahrzehnten für eine nachhaltige Gestaltung der Globalisierung einsetzt, heißt es in der Begründung. Einen weiteren Sonderpreis verleiht B.A.U.M. an den Architekten Ole Scheeren. Seine Konzepte für urbane Räume würden Wohnqualität mit Umwelt- und Klimaschutz verbinden. Weitere Umweltpreise gehen unter anderem an den SV Werder Bremen und "Die Zeit".

Köhler engagiere sich gegen Armut und für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen weltweit, sagte der Jury-Vorsitzende Maximilian Gege, Vorsitzender von B.A.U.M. "Das ist Nachhaltigkeit im umfassenden Sinne." Er rufe dazu auf, über Wachstum und Wohlstand neu nachzudenken, denn der Lebensstil in den Industrieländern gehe zu Lasten des globalen Südens. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei Afrika.

Beim Bauen in Städten würden ökologische Aspekte eine immer wichtigere Rolle spielen, sagte Jury-Mitglied und B.A.U.M.-Vorstand Martin Oldeland. Besonders interessant sei Scheerens Apartmentkomplex "The Interlace" in Singapur. Das Gebäude mit 1.040 Wohnungen schaffe durch seine gestapelte Architektur eine große Anzahl an Terrassen-Gärten und Dachterrassen.

Ausgezeichnet werden außerdem in unterschiedlichen Kategorien Thomas Fuhr (Grohe AG), Anne-Kathrin Laufmann (SV Werder Bremen), Philip Lettmann (WALA Heilmittel), Barbara Scheitz (Andechser Molkerei Scheitz), Christiane Grefe ("Die Zeit"), Natalie Eßig (Hochschule München) und Christian Kroll (Ecosia).