Neue Technik soll Stromnetz mit Windenergie stabil halten

Düsseldorf, Rostock (epd)

Wissenschaftler der Hochschule Düsseldorf und ein Rostocker Unternehmen wollen eine Technik entwickeln, die es ermöglicht, auch ein mit regenerativer Energie gespeistes Stromnetz dauerhaft stabil zu halten. Mit Hilfe einer neuen Regelungs-Software sollen Windkraftanlagen auch sogenannte Momentanreserven bereitstellen können, teilte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 27. Januar mit. Die in Osnabrück ansässige Stiftung fördert das Projekt mit knapp 400.000 Euro. Das Projekt helfe, den geplanten Ausstieg aus der Kohle- und Atomkraft zu realisieren, erklärte DBU-Klimaexperte Dirk Schötz.

Die Momentanreserven seien nötig, um Netzspannung und -frequenz auch bei wenig Wind und hohem Verbrauch stabil zu halten, erläuterte Schötz. Sie könnten das Netz nach einem Ausfall auch ohne Kohle- und Atomstromkraftwerke wieder aufbauen: "Das Verfahren der Hochschule Düsseldorf kann einen wichtigen Beitrag zum Umstellen unserer Stromversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien leisten."