Forschungsschiff "Sonne" soll Klimadaten retten

Hamburg, Emden (epd)

Das Hamburger Forschungsschiff "Sonne" startet am 19. März von Emden aus eine zweimonatige Forschungsreise in den südlichen Atlantik. Sie werde dort mehr als 100 Messgeräte verschiedener Forschungseinrichtungen sichern, kündigte die Uni Hamburg an. Pandemiebedingt konnten diese Geräte im vergangenen Jahr nicht gewartet werden. Nun drohe "ein gigantischer Daten- und Geräteverlust", sagte Niko Lahajnar, Geowissenschaftler und Fahrtleiter. Die Batterien seien für ein Jahr Laufzeit ausgelegt. "Wenn wir die erhobenen Daten und die Instrumente retten wollen, müssen wir jetzt handeln."

Einige der Messgeräte befinden sich mitten im Ozean, andere fast in Sichtweite der Küsten von Südafrika, Namibia oder Angola. Sie sollen der Forschung wichtige Informationen über die Ursachen des Klimawandels oder Gründe für den Rückgang der Fischbestände in dem Gebiet liefern. Dafür zeichnen sie die Meeresströmungen und Wassertemperaturen, den Salz- oder Sauerstoffgehalt, den pH-Wert oder Partikelfluss im Ozean auf. Beteiligt sind an der Expedition die Universitäten Hamburg und Bremen, das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel und das Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde.