Fast 1.000 Straßenbäume weniger

Hamburg (epd)

In Hamburg sind nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) in den vergangenen Monaten 977 Straßenbäume gefällt worden. Das ergab sich aus den veröffentlichten Listen aller sieben Bezirke nach Abschluss der Baumfäll-Saison von Oktober 2018 bis Februar 2019, teilte der Nabu mit. Nachgepflanzt werden 724 Bäume. Über die letzten acht Jahre (2009-2017) hat sich laut Nabu der Bestand der Straßenbäume um fast vier Prozent dezimiert. Die meisten Bäumen fielen im Bezirk Mitte (206), Altona (180) und Bergedorf (160).

"Der stetige Verlust von Straßenbäumen verändert nach und nach unser Stadtbild", sagte Hamburgs Nabu-Chef Alexander Porschke. Dabei brauche gerade ein urbaner Raum Bäume für die Lebensqualität. "Nach der Hitzewelle im letzten Sommer sollte nun jedem klar sein, dass Bäumen auch für unser Stadtklima eine enorme Bedeutung zukommt."

Die meisten Straßenbäume werden gefällt, weil sie eine "mangelnde Vitalität" aufweisen, also absterben oder krank sind (50 Prozent). An zweiter Stelle kommen mit 28 Prozent Fällungen, die durch Schrägstand oder Wuchs zum Beispiel die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Aufgrund von Bauvorhaben, Anfahrschäden und Vandalismus werden 12 Prozent gefällt. Fällungen wegen Bestandspflege schlagen mit nur zwei Prozent zu Buche.