Eingesponnene Bäume in SH: Experten geben Entwarnung
Kiel (epd).

Das Umweltlandesamt in Schleswig-Holstein gibt Entwarnung: Landesweit melden derzeit Bürgerinnen und Bürger kahl gefressene und dicht eingesponnene Bäume und Sträucher. Dabei handele es sich um ein natürliches Phänomen, das von Gespinstmotten ausgelöst werde, wie das Umweltlandesamt am Montag mitteilte. Anders als der Eichenprozessionsspinner ist diese Art von Raupen für Menschen und Tiere ungefährlich. Auch die eingesponnenen Pflanzen erholen sich in der Regel problemlos.

Gespinstmotten sind ungefährlich

Für Laien sind die beiden Raupenarten nur schwer voneinander zu unterscheiden. Von den Gespinstmotten gehen jedoch keinerlei Gefahren aus. Während die Brennhaare bei den Spinnerarten Hautreizungen und allergische Reaktionen sowie Atemwegsbeschwerden auslösen können, fehlen diese Brennhaare bei den Gespinstmotten vollständig.

Auch für die eingesponnen Pflanzen geht von den Raupen keinerlei Gefahr aus. Zwar werden die Bäume und Sträucher teilweise komplett kahlgefressen, gesunde Pflanzen erholen sich allerdings problemlos. Der Raupenkot stellt den Pflanzen zudem leicht verfügbare Nährstoffe zur Verfügung. Maßnahmen zur Bekämpfung seien daher nicht notwendig, hieß es.