Zeitarbeiter in Hamburg häufiger krank

Hamburg (epd)

Zeitarbeitnehmer in Hamburg haben einer Studie zufolge deutlich mehr gesundheitliche Probleme als Beschäftigte in einem regulären Arbeitsverhältnis. So waren Zeitarbeitnehmer 2019 im Schnitt 19,7 Tage krankgeschrieben und damit knapp fünf Tage länger als die übrigen Arbeitnehmer (14,7 Tage), wie die Techniker Krankenkasse (TK) in Hamburg mitteilte. Damit liegt Hamburg im Bundestrend, wenn auch der Unterschied zwischen beiden Berufsgruppen in Hamburg geringer ist als im Bundesgebiet, wo die Differenz knapp sechs Tage beträgt.

Hauptgrund für die hohe Anzahl von Fehltagen seien die körperlich belastenden Jobs in Lager, Logistik und Transport, in denen Zeitarbeiter überdurchschnittlich häufig beschäftigt sind, so die TK. Diese Belastung zeige sich in der hohen Zahl von Fehltagen aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Wegen Rückenschmerzen und ähnlicher Erkrankungen fehlten Zeitarbeiter im vergangenen Jahr durchschnittlich 3,94 Tage, anderweitig Beschäftigte nur 2,22 Tage. Auch die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen liegt bei Zeitarbeitern mit 3,79 Tagen über denen der anderweitig Beschäftigten (3,06 Tage).

Von allen bei der TK versicherten Beschäftigten in Hamburg arbeiteten 2019 durchschnittlich 4.648 Personen in Zeitarbeitsverhältnissen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gab es im Juni 2019 in Hamburg 29.512 Zeitarbeitnehmer. Dazu zählen aber auch geringfügig Beschäftigte, die in den TK-Daten nicht enthalten sind.