Neue Protesttour von Flüchtlingsfrauen geplant

Potsdam, Hamburg (epd).

In Brandenburg wollen Flüchtlingsfrauen eine neue Tour gegen Rassismus und für die Abschaffung zentraler Wohneinrichtungen starten. Nach dem Auftakt am 21. Juli in Potsdam soll die Bustour von „Women in Exile“ vom brandenburgischen Landtag aus nach Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern führen, teilten die Initiativen Potsdam-Konvoi und Seebrücke Potsdam am Montag in der brandenburgischen Landeshauptstadt mit. Daran wollen sich rund 40 Frauen und Kinder sowie einige Unterstützerinnen und Unterstützer beteiligen.

Ziel der Bustour „gegen Lagersystem und Rassismus“ sei, mehr Bewegungsfreiheit für Flüchtlinge zu erreichen, hieß es. Um das „rassistische Lagersystem abzuschaffen, werden wir Grenzen brechen, die unsere Teilhabe verhindern, und Brücken bauen, um uns mit anderen Gemeinschaften zu verbinden“, erklärten die Initiatoren: „Damit wir Flüchtlinge die Möglichkeit bekommen, selbst zu wählen, wo wir in Würde leben wollen.“

Die Gruppe „Women in Exile“ und ihre Unterstützer organisieren den Angaben zufolge seit einigen Jahren Sommertouren in verschiedene Bundesländer, um sich mit anderen zu vernetzen. Bei der diesjährigen Tour mit einem Bus des Vereins Solibus sei unter anderem geplant, Sammelunterkünfte zu besuchen und „gegen Rassismus und Lager“ zu demonstrieren. Erfahrungen mit Isolation, Rassismus und Sexismus sowie Berichte über Traumata durch Angst vor Abschiebung sollen so in die Öffentlichkeit getragen werden.