Neue Broschüre für medizinische Fachkräfte im Umgang mit Gewaltopfern

Schwerin (epd)

Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat am 5. Februar eine neue Broschüre für medizinische Fachkräfte im Umgang mit Gewaltopfern vorgestellt. Der neue Leitfaden "Gesundheitliche Versorgung erwachsener Betroffener von häuslicher und sexualisierter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern" enthält eine Übersicht aller Beratungs- und Hilfeeinrichtungen im Bundesland. "Manche Ärztinnen und Ärzte behandeln von häuslicher Gewalt Betroffene und wissen es eventuell gar nicht", so Drese.

Viele Betroffene, vornehmlich Frauen und Mädchen, würden sich aus Scham oder Angst vor Unverständnis nicht zu erkennen geben. Mit neuen Informationsangeboten sollen medizinische Fachkräfte für das Thema stärker sensibilisiert werden, um Gewaltopfer besser zu erreichen und Hilfen anzubieten.

Die Publikation sowie die dazugehörige Homepage www.praxisleitfaden-gewalt.de wurden von der Arbeitsgruppe "Gewalt und Gesundheit", bestehend aus Vertretern der Ärzteverbände, der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, der Landeskoordinierungsstelle CORA sowie weiteren Experten aus dem Gesundheitswesen und des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung, erstellt.