Metropolregion zeichnet Ankerland und Hinz&Kunzt aus

Hamburg (epd)

Für ihr außergewöhnliches Engagement sind der Verein Ankerland für traumatisierte Kinder, die Straßenzeitung "Hinz&Kunzt" und Niels Schröder, Initiator von "Der Norden Singt", mit dem Metropolitan-Award 2020 der Metropolregion Hamburg ausgezeichnet worden. Verliehen wurden die Preise in der Elbphilharmonie. Mehr als 7.000 Menschen hatten in der Endrunde online über 15 Favoriten entschieden. Die Gewinner erhielten je 2.500 Euro für die Unterstützung der Projekte.

Der Verein Ankerland gewann in der Kategorie Vereine und Stiftungen. Traumatisierte Kinder brauchten einen besonderen Schutz, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) in seiner Laudatio. "In der Öffentlichkeit spielt dieses Thema aber kaum eine Rolle." Mit seinem spendenfinanzierten Therapiezentrum leiste der Verein konkrete Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche aus der Metropolregion.

"Hinz&Kunzt" setzte sich in der Kategorie Unternehmen durch. Der Verkauf von Deutschlands größtem Straßenmagazin trage dazu bei, das soziale Klima in der Metropolregion zu verbessern und Berührungsängste zwischen Arm und Reich abzubauen, erklärte Niels Pirck, Vertreter der Sparkassen in der Metropolregion. "Manche Verkäufer sind an ihren Standorten inzwischen so etwas wie 'die gute Seele des Viertels'."

In der Kategorie Menschen aus der Region fiel die Publikumswahl auf Niels Schröder. In der Corona-Krise habe er aus "Der Norden Singt" kurzerhand "Der Norden Singt Zuhause" gemacht, sagte Entertainer Yared Dibaba. "So singen mit kostenlosen Livestreams wöchentlich über 5.000 Menschen gemeinsam weiter - auch ohne sich treffen zu können."

Die Träger der Metropolregion sind neben den Bundesländern Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Kommunen, regionale Kammern und Verbände. Sie hatten im Frühjahr dazu aufgerufen, Menschen, Vereine, Stiftungen und Unternehmen für die Auszeichnung vorzuschlagen. Aus 116 eingereichten Vorschlägen wählte eine Jury 15 Favoriten aus, über die dann abgestimmt wurde.