Kirchenfrauen fordern Aufwertung der Sorge-Arbeit

Kiel (epd).

Die Frauendelegiertenkonferenz der evangelischen Nordkirche fordert bessere Rahmenbedingungen für die Sorge-Arbeit für Kinder, Alte und Pflegegebedürftige. Diese werde meist unentgeltlich von Frauen geleistet, sagte Vorstandsmitglied Susanne Kurschat-Körbs am Sonnabend in Kiel. „Immer noch geht unser Gesellschaftssystem davon aus, dass diese Care-Arbeit selbstverständlich erledigt wird.“ Diese Belastung mache jedoch immer mehr Frauen krank.

Care-Arbeit dürfe nicht zu Armut führen, heißt es in dem beschlossenen Papier der Konferenz. Sorgearbeit sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ihre Arbeitsbedingungen müssten schnellstmöglich deutlich verbessert werden. Die Privatisierung von Kranken- und Pflegeeinrichtungen müsse rückgängig gemacht werden. In der Konferenz sind rund 70 Delegierte aus allen Bereichen der Frauenarbeit in der Nordkirche vertreten.